Das Fach Englisch am Gymnasium Sottrum

„Yes, English can be weird. It can be understood through tough thorough thought, though.“
Tweet von David Burge @iowahawkblog

Englisch wird mehr und mehr als lingua franca – als universelles Verständigungsmittel in einer globalisierten Welt gesehen und gute Kenntnisse der Sprache sind in vielen Bereichen der täglichen Kommunikation elementar.
Diese Tatsache hat inzwischen auch in unseren Vorgaben seinen Niederschlag gefunden und so hat spätestens durch die Einführung der Kerncurricula für Sek I und Sek II in den Jahren 2006 und 2009 ein entsprechender Paradigmenwechsel stattgefunden, der nun in den Bildungsstandards fortgeführt wird.
Für den Unterricht im Kernfach Englisch zentral ist die Outputorientierung; d.h. der Fokus darauf, über welche Kompetenzen und Fähigkeiten der Lerner am Ende tatsächlich verfügen soll. Konsequenterweise rücken dementsprechend die sogenannten sprachpraktischen Anteile (Leseverstehen, Hör-/Sehverstehen, Sprechen und Sprachmittlung) mehr in den Mittelpunkt (gegenüber z.B. der Konzentration auf Grammatik/Lexik/Ausdruck und Landeskunde früherer Jahre) - diese Fertigkeiten bilden seit 2013 im Abitur einen eigenen Prüfungsteil, der isoliert abgeprüft wird.

Die Arbeit in der Sekundarstufe I
Seit der Einführung der aktuellen Kerncurricula orientiert sich der Englischunterricht weitgehend an der Progression der Lehrbuchreihe Access des Cornelsen Verlags. Die entsprechende schulinterne Ausgestaltung in den einzelnen Lernjahren und Units kann den Stoffverteilungsplänen entnommen werden. Diese werden ständig überarbeitet und an die aktuellen Anforderungen und Gegebenheiten angepasst, indem der Lernstoff sinnvoll verteilt und stellenweise durch Übungsphasen angereichert wird.
Wie in den Fremdsprachen üblich müssen die Schüler jeweils Zusatzmaterial in Form eines Workbooks kaufen. Zusätzlich muss für die Jahrgänge 7 und 9 Selbstlernmaterial angeschafft werden, das in Vertretungsstunden verwendet wird. Dieses ist in besonderer Weise auch geeignet, um sich gezielt auf Klassenarbeiten vorzubereiten.
Auf Betreiben des Faches ersetzt seit einigen Jahren ein digitales Wörterbuch für alle Sprachen (Deutsch, Französisch, Latein, Spanisch, Englisch) die zuvor üblichen Nachschlagewerke. Das Gerät (Casio ExWord) darf von den Schülern ab der 7. Klasse im Unterricht verwendet werden. Ab Jahrgang 9 ist die Anschaffung verpflichtend. Gemeinsam mit den Fächern Spanisch, Französisch, Latein und Deutsch findet eine Einführung statt und das Gerät kann frühestens ab dem 2. Halbjahr der 9. Klasse auch in Klassenarbeiten eingesetzt werden.

Wichtige fachinterne Absprachen
In jedem Jahrgang werden eine festgelegte Anzahl von Klassenarbeiten geschrieben (Stundenzahl+1). Die Länge der zu schreiben­den Arbeiten ist nicht festgelegt. Nur im Jahrgang 10 soll eine 90-minütige Klassenarbeit geschrieben werden.
In den Jahrgängen 6, 8 und 9 wird eine schriftliche Arbeit durch eine Sprechprüfung ersetzt.
Um die Note AUSREICHEND in Klassenarbeiten zu erhalten, müssen mindestens 50-60% der Punkte erreicht werden. Diese Grenze ist extra „weich“ gehalten, damit unterschiedlichen Aufgabentypen und der Progression Rechnung getragen werden kann.
Im Verlauf eines Schuljahres sollen alle Kompetenzbereiche abgeprüft und etwa gleich gewichtet werden.
Bei freien Texten sollen die Bereiche Inhalt und Sprache (=Ausdruck und Sprachrichtigkeit) im Verhältnis 40%:60% gewichtet werden.
Die mündliche Mitarbeit soll in der Mittelstufe mit 50% gegenüber den schriftlichen Leistungen gewichtet werden, wenn 5 Arbeiten angefertigt werden. Für Jahrgänge mit geringerer Stundenzahl gelten 60% für die mündliche Beteiligung.

Die Arbeit in der Sekundarstufe II
Für den Jahrgang 11 gibt es ein festgelegtes schulinternes Curriculum, das die Bearbeitung verschiedener Textsorten usw. vorschreibt. Ein Schulbuch ist für Jahrgang 11 nicht vorgesehen. Es werden drei Klausuren angefertigt, von denen eine in Form einer Sprechprüfung durchgeführt wird. Die Klausuren gehen zu 40% in die Endnote ein.

Für die Arbeit in der Oberstufe sind sogenannte Themenfelder verbindlich vorgeschrieben. Sie werden sowohl von den Kursen auf grundlegendem Anforderungsniveau als auch von den Kursen auf erhöhtem Anforderungsniveau bearbeitet.
Für jeden Abiturjahrgang gelten zusätzlich von Jahr zu Jahr unterschiedliche fachbezogene Hinweise, in denen thematische Schwerpunkte gesetzt werden (verbindliche Lektüren, Filme, etc.).
Die jeweilige Zuordnung der Schwerpunkte zu den Themenfeldern kann dem schulinternen Curriculum entnommen werden.
Die Schüler schaffen zu diesen Schwerpunkten nach Absprache Materialsammlungen an. Im Jahrgang 12 wird eine Klausur durch eine Sprechprüfung ersetzt. Diese findet in dem Halbjahr statt, in dem zwei Klausuren geschrieben werden.

Wichtige fachinterne Absprachen
Im Verlauf der 4 Kurshalbjahre müssen alle Kompetenzbereiche und alle Anforderungsbereiche abgefragt werden. Dies bedeutet allerdings nicht, dass alle Anforderungsbereiche in einer Klausur geprüft werden. Insgesamt sollten diese auf die 4 Halbjahre gesehen etwa gleich gewichtet werden (z.B. 30%-40%-30%).
Die Bereiche Inhalt und Sprache (=Ausdruck und Sprachrichtigkeit) gehen im Verhältnis 40%:60% in die Wertung ein.
Der Anteil einer Mediationsaufgabe soll maximal 30% betragen; für das Leseverstehen gelten genau 30%. Hörverstehensaufgaben gehen mit 40% (20% im Abitur) in die Wertung ein – 50% der items müssen für 05 Punkte richtig bearbeitet sein. Wörterbücher sind nicht zugelassen.
Auch bei Aufgaben zum Leseverstehen ist kein Wörterbuch zulässig, hier müssen 60% der items für 05 Punkte richtig bearbeitet werden. Bei Mediationsaufgaben ist der Einsatz des Wörterbuchs zwar erlaubt, aufgrund der engen Zeitvorgaben aber nicht sinnvoll.
Bei der Korrektur soll zusätzlich zu Markierung, Positivkorrektur und Kennzeichnung durch Fehlerkürzel die Schwere der Fehler deutlich gemacht werden.
Generell gilt auch hier, dass die mündliche Leistung bei der Ermittlung der Endnote stärker gewichtet werden soll. Die Fachabsprache sieht vor, dass bei einer Klausur im Halbjahr die mündliche Leistung mit 60%, und bei zwei Klausuren mit 50% in die Endnote eingeht und im Zweifel den Ausschlag gibt. Im 4. Kurshalbjahr gilt die 50%:50% Regelung (nur eine Klausur in einem sehr kurzen Semester).
Bei Klausuren unter Abiturbedingungen („Vorabi“) werden keine zwei Aufgaben zur Auswahl gestellt. Natürlich besteht die Aufgabenstellung aber aus einer Schreibaufgabe mit drei Aufgaben und zwei Satelliten (z.B. Hörverstehen und Mediation) – ein Semesterübergriff ist üblich.

Länge der Klausuren

Jahrgang 12

GAN 90' 90' 90'
EAN 90' 90' 135'

Jahrgang 13

GAN 90' 180' 90'
EAN 135' 270' 135'

Qualitätssicherung
Neben der regen fachinternen Kommunikation bieten die Fachkonferenzen der beiden Partnerschulen eine Plattform für den schulübergreifenden Austausch, der in den letzten Jahren auch aufgrund gegenseitiger Abordnungen zunehmend vertieft wurde. Darüber hinaus finden in regelmäßigen Abständen Treffen zwischen Grundschulkollegen und in Jahrgang 5 unterrichtenden Fachkollegen statt. Die Erkenntnisse aus diesen Treffen haben im Fach Englisch zu erheblichen Anpassungen der Gestaltung des Übergangs zwischen den beiden Schulformen geführt.

Aktivitäten
Regelmäßig haben wir eine englischsprachige Theatergruppe zu Besuch – und wir sind zuversichtlich, dass im Rahmen von G9 wieder weitere Aktivitäten möglich sein werden.

WZ, 03.04.18

   
   
   

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