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Am Donnerstag, 21. September 2017, hat die Bürgerrechtlerin Freya Klier das Gymnasium Sottrum besucht. Gemeinsam mit der Konrad Adenaer- Stiftung Niedersachsen konnte diese Veranstaltung für die Oberstufenschülerinnen und -schüler durchgeführt werden.

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Heutige Schüler sind zumeist ab dem Jahr 2000 geboren. Die Existenz zweier deutscher Staaten, die Existenz einer DDR mit einem unterdrückerischen System ist für heutige Schüler Teil der Geschichte und nicht - wie für die meisten Erwachsenen - Teil der eigenen Erfahrungswelt. Wie lebte man als Jugendlicher in der DDR? Inwiefern machte sich die alltägliche Bespitzelung durch die Stasi im Leben von Jugendlichen bemerkbar? Welche Erfahrungen hat ein Mensch gemacht, die wie Freya Klier als Regisseurin recht prominent auch schon in der DDR war? Wie hat sie die Zeit der Wende 1989/90 erlebt, als sie gemeinsam mit Stefan Krawczyck ausgebürgert wurde?

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In einer beeindruckenden Lesung berichtete die Bürgerrechtlerin den Gymnasiasten von ihren Erlebnissen im Alltag der DDR, vom angeblich systemgefährdenden Hören von Rock-Musik des Westens, Beatles oder Roling Stones, hören und der Gefahr dabei erwischt zu werden, von der gescheiterten Flucht Richtung Schweden, von der Erfahrung bei der Ausbürgerung. Sie gab eindrucksvoll, engagiert und authentisch Antwort auf alle Fragen.

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Die Schüler beschäftigen sich im Geschichts- und Politikunterricht mit der Geschichte der DDR, vor allem auch mit der Mythenbildung, beispielsweise einer aufkommenden "Ostalgie", die die Jahre der DDR romantisch verklären und entpolitisieren möchte. Das Zeitzeugengespräch verschaffte den Schülern einen eindrucksvollen Einblick in die DDR-Realität. Zum Abschluss hielt Freya Klier - wenige Tage vor der Bundestagswahl - ein Plädoyer für eine mutige demokratische freiheitliche Gesellschaft und die Wichtigkeit, dass diese Errungenschaft von den Menschen mit Leben gefüllt wird.

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Herr Wessel, Konrad Adenauer- Stiftung Niedersachsen, und Ferdinand Pals, Schulleiter, bedankten sich abschließend bei Rednerin und Publikum für diese ungewöhnliche Geschichtsunterrichtsstunde.

F. Pals, Schulleiter

   
   
   

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