Die Menschheit steht zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor grundlegenden Herausforderungen wie der Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen für Folgegenerationen durch nachhaltiges Wirtschaften sowie durch soziales und ökologisch verträgliches Handeln,‒der Wahrnehmung der Chancen und Risiken, die mit der zunehmenden Globalisierung, aber auch mit dem Prozess der Regionalisierung verbunden sind,‒der Schaffung zukunftsfähiger Lebensverhältnisse, z.B. durch Abbau von Disparitäten und durch Ressourcenverantwortung,‒der Sicherung des friedlichen Miteinanders durch interkulturelles Verständnis. Der Umgang mit diesen komplexen Herausforderungen erfordert eine Anpassung bisheriger Verhaltensweisen und Handlungsstrategien auf der Grundlage fundierten Sachwissens. Naturwissenschaftliche Bildung macht natürliche Phänomene erfahrbar und verstehbar und vermittelt spezifische Methoden naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung und deren Grenzen. Gesellschaftswissenschaftliche Bildung ermöglicht das Verständnis sozialer, politischer und wirtschaftlicher Ereignisse, Strukturen und Prozesse. Die genannten Herausforderungen erhalten ihre Dynamik aus den Wechselwirkungen zwischen naturgeografischen Gegebenheiten und menschlichen Aktivitäten. Die notwendigen Qualifikationen zur Auseinandersetzung mit ihnen können insbesondere durch die Verknüpfung von naturwissenschaftlicher und gesellschaftswissenschaftlicher Bildung aufgebaut werden. In seinem gleichermaßen mehrperspektivischen wie ganzheitlichen Zugriff liegt der spezielle Beitrag des Faches Erdkunde zur Welterschließung. Somit verbindet es zum einen natur-und gesellschaftswissenschaftliches Wissen und ist daher Brückenfach zwischen diesen Wissenschafts-und Bildungsbereichen. Zum anderen ist es das Schulfach, das sich zentral mit der Kategorie Raum beschäftigt.

SB, 2019

   

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Schule ohne Rassismus

 

 

 

 

 

 

 

   
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